Empathische Führung in der Pflege: 4 Schlüssel, die Teams wirklich stärken

von Aaliyah Navyk

Pflegekräfte kündigen selten wegen der Arbeit – sondern wegen fehlender Wertschätzung.


Gerade in einem fordernden Pflegealltag entscheidet die Art der Führung darüber, ob Mitarbeitende bleiben, aufblühen oder innerlich kündigen.

 

Doch was bedeutet gute Führung in der Pflege wirklich?


Wir sind überzeugt: 


Empathie ist der wichtigste Führungsfaktor.

Sie schafft Vertrauen, stärkt Teams und erleichtert den Alltag – für Pflegekräfte ebenso wie für Leitungen. 

 

Warum Empathie in der Pflegeführung unverzichtbar ist:

 

Pflege ist Beziehungsarbeit. Wer Menschen begleitet, braucht Führungskräfte, die zuhören, verstehen und unterstützen – nicht kontrollieren oder bewerten. Studien und Erfahrungen aus dem Pflegealltag zeigen:
Empathische Führung steigert Motivation, senkt Fluktuation und verbessert die Pflegequalität.

 

Hier einmal die wichtigsten 4 Merkmale einer guten PDL: 

 

  • Empathie statt Egoismus – wirklich zuhören

Empathie ist keine angeborene Eigenschaft, sondern eine erlernbare Kompetenz.
Empathische Führungskräfte nehmen sich Zeit, hören aktiv zu und versuchen, Situationen aus Sicht ihrer Mitarbeitenden zu verstehen.

 

Ein bewährtes Werkzeug: Aktives Zuhören
Dabei wird das Gesagte zusammengefasst und zurückgespiegelt. Das sorgt für Klarheit, vermeidet Missverständnisse und vermittelt: „Ich nehme dich ernst.“

 

  • Nicht alles besser wissen müssen

Führung bedeutet nicht, immer Recht zu haben.

In jedem Pflegeteam arbeiten Menschen mit wertvollem Erfahrungswissen – oft näher am Pflegealltag als jede Leitung.

Empathische Führung erkennt diese Expertise an, lässt andere Meinungen zu und sucht gemeinsame Lösungen. Das stärkt nicht nur den Respekt, sondern auch das Vertrauen im Team – eine zentrale Grundlage für gute Zusammenarbeit in der Pflege.

 

  •  Geduld mit sich selbst entwickeln

Gute Führung entsteht nicht über Nacht.
Wer empathischer führen möchte, darf lernen, nicht sofort Antworten liefern zu müssen.

Pflegekräfte schätzen durchdachte Entscheidungen mehr als schnelle Reaktionen. Führung heißt auch, Fragen zu stellen, Perspektiven einzuholen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln – statt alles allein tragen zu wollen.

 

  • Neue Perspektiven ermöglichen 

Empathische Führung endet nicht beim Zuhören.
Sie hilft Mitarbeitenden, eigene Lösungswege zu entdecken.

Indem Führungskräfte neue Blickwinkel eröffnen, stärken sie Selbstvertrauen, Eigenverantwortung und persönliche Entwicklung. Das Ergebnis: motivierte Teams, die hinter ihrer Arbeit und ihrer Führung stehen.

 

Empathische Führung verändert Pflege nachhaltig

 

Pflegekräfte folgen keiner Position – sie folgen Menschen.
Wer empathisch führt, wird nicht nur akzeptiert, sondern geschätzt. Solche Führung erleichtert den Pflegealltag, stärkt Teams und schafft ein Arbeitsumfeld, in dem Menschlichkeit gelebt wird.

Empathie ist kein „Soft Skill“.
Sie ist der Schlüssel zu guter Führung in der Pflege.